Sehr geehrte Chefredakteure, Programmleiter, Fernsehdirektoren, Eventdenker, Kaufhauschefs! Sehr verehrte Planer von Freizeitparks, Loveparades, Expo’s und all dem anderen Nonsens! Laßt die Finger weg von unserer Langeweile! Sie ist unser letztes Ich-Fenster, aus dem wir noch ungestört, weil unkontrolliert in die Welt schauen dürfen! Hört auf, uns mit euch bekannt zu machen! Hört auf, euch für uns etwas auszudenken! Sagt uns nicht länger, was wir wollen! Bleibt uns vom Leib, schickt uns keine portofreien Antwortkarten und gebt uns keine Fragebögen in die Hand, interviewt uns nicht, filmt uns nicht, laßt uns in Ruhe! Laßt uns herumstehen, denn Herumstehen ist Freiheit! Und gebt euch zufrieden damit, wenn wir das, was uns interessant vorkommt, vielleicht niemandem erzählen wollen.
Kleiner, aber feiner Auszug aus der Dankrede von Wilhelm Genazino.
Schneeschmelze sei Dank!
Schönes Ding. Auch der dahinter stehende Link-Post.
Wie Du weißt bin ich ja sowieso nicht so ein Fan von Sozialen Netzwerken; um nicht zu sagen äußerst skeptisch dazu eingestellt; ich frage mich da wirklich oft genug nach dem Sinn.
Nachdem ich mein Facebook-Account reaktiviert habe, mag es auf den ersten Blick ein Widerspruch sein, wenn ich Dir zustimme: die Frage nach dem Sinn stelle ich genauso wie Du. I´m trying to find out. Facebook ist ein Experiment.
Was das Link-Post angeht: die Rede hat es wirklich in sich. Und die Quelle war ein Blog. Von Facebook kann man so was nicht erwarten.
1:0 für die Blogosphäre.
P.S.: Dein Zitat via Schneeschmelze finde ich hingegen klasse!