Finger weg!

Sehr geehrte Chefredakteure, Programmleiter, Fernsehdirektoren, Eventdenker, Kaufhauschefs! Sehr verehrte Planer von Freizeitparks, Loveparades, Expo’s und all dem anderen Nonsens! Laßt die Finger weg von unserer Langeweile! Sie ist unser letztes Ich-Fenster, aus dem wir noch ungestört, weil unkontrolliert in die Welt schauen dürfen! Hört auf, uns mit euch bekannt zu machen! Hört auf, euch für uns etwas auszudenken! Sagt uns nicht länger, was wir wollen! Bleibt uns vom Leib, schickt uns keine portofreien Antwortkarten und gebt uns keine Fragebögen in die Hand, interviewt uns nicht, filmt uns nicht, laßt uns in Ruhe! Laßt uns herumstehen, denn Herumstehen ist Freiheit! Und gebt euch zufrieden damit, wenn wir das, was uns interessant vorkommt, vielleicht niemandem erzählen wollen.

Kleiner, aber feiner Auszug aus der Dankrede von Wilhelm Genazino.

Schneeschmelze sei Dank!

5 Respostas para “Finger weg!

  1. Schönes Ding. Auch der dahinter stehende Link-Post.

    Wie Du weißt bin ich ja sowieso nicht so ein Fan von Sozialen Netzwerken; um nicht zu sagen äußerst skeptisch dazu eingestellt; ich frage mich da wirklich oft genug nach dem Sinn.

    • Nachdem ich mein Facebook-Account reaktiviert habe, mag es auf den ersten Blick ein Widerspruch sein, wenn ich Dir zustimme: die Frage nach dem Sinn stelle ich genauso wie Du. I´m trying to find out. Facebook ist ein Experiment.

      Was das Link-Post angeht: die Rede hat es wirklich in sich. Und die Quelle war ein Blog. Von Facebook kann man so was nicht erwarten.

      1:0 für die Blogosphäre.

    • Lang ist’s her.
      Du warst kein Fan sozialer Netzwerke.
      Heute bist Du es. Kein Problem.
      Bin ich eigentlich auch. Wenn da nicht … wäre.
      Wie dem auch sei, apropos “sozial”, hoffe, es geht Dir gut.

      • Ich freue mich außerordentlich über Dein Lebenszeichen!
        Du triffst damit eigenartigerweise exakt den Zeitpunkt, der Klärung in mein Leben bringt, weil er endlich das abschliesst, was ich mittlerweile wenigstens als einen der Nackenschläge zu akzeptieren gelernt habe, die das Leben nun einmal ab und an austeilt. Hundertprozentig habe ich noch nicht alles verwunden (seelisch), aber nahezu. Ich muss jetzt noch einmal (Dienstag) durch einen üblen Tag durch und dann wird es gut sein bzw. gut werden.

        Ob ich ein Fan sozialer Netzwerke geworden bin: ich weiss es nicht. Sie bringen immerhin ab und an solche guten Verbindungen zustande, wie wir eine haben (behaupte ich jetzt Mal einfach). Und sie geben Introvertierten die Möglichkeit sich schriftlich auszudrücken und auf diesem Weg ihre Extraversion zu erleben. So ungefähr lautet zumindest eine der Hypothesen in dem Buch “Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt.” ( http://www.amazon.de/Still-Bedeutung-Introvertierten-einer-lauten/dp/3570500845 )

        Hin und wieder, Mal regelmäßiger, Mal weniger, wenn ich mich so zwischen Schlafen und Wachen befinde cruise ich so in Sozialen Netzwerken herum, vorzugsweise auf Tumblr, das ich mit anderen Netzwerken verknüpft habe. – Ich werde manchmal von real life FB-friends auf die aus diesen Verbindungen entstandenen FB-posts angesprochen: Und alle vermuten, ich habe auf Twitter eine “Homepage”; die “Spur” zu Tumblr findet niemand…eigenartig

        Nun ja, etwas ist zusätzlich eigenartig: Ich bin durch oben angedeuteten Nackenschlag (Kritisches Lebensereignis, wie wir Psychologen auch gerne sagen; sprich: Trennung nach 20 Jahren, nebst Scheidung – alles von mir ungewollt, daher für mich umso schmerzhafter…) aus meinem gewohnten Rhythmus des Bloggens raus; nach wie vor reizt mich das Bloggen…es juckt mich in den Fingern…ich möchte irgend “etwas ganz Tolles, etwas ganz Kreatives”, mich ausdrücken…ich komme innerlich so langsam wieder an meinen alten “Schwung” heran. Eigenartig: ich fange erneut an zu rätseln, welches ist wohl das richtige Medium, welches kann es sein. – Und das wirklich eigenartige: Jetzt wo ich Dich hier schreiben gesehen habe – und die “Verbindung” wieder da ist: zieht es mich wieder zu WordPress (das alte, wohlvertraute Dilemma).

        Derzeit ist alles nur unbefriedigendes Stückwerk. Ich poste hier etwas, ich poste dort etwas. Wirklich sinnvoll? Wohl kaum. Allenfalls ein Sinn machender Zeitvertreib…Ein “Werk”, gar ein “Kunstwerk” entsteht dabei nicht – obwohl ich es möchte und wünsche. Und obwohl es mein Anspruch an Blogs, sogar an manche Soziale Netzwerke, ist. (Die Idee “Meme” klopft hier leise in meinem Hinterkopf an…hm, Mal sehen ——
        http://cre.fm/cre121-internet-meme ; http://www.thegap.at/rubriken/stories/artikel/wie-das-meme-zum-meme-wurde/ )

  2. P.S.: Dein Zitat via Schneeschmelze finde ich hingegen klasse!

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