Arquivo do mês: abril 2011

Werner Herzog on Languages

How many languages do you speak, Herr Werner?

Not too many, I mean: Spanish, English, German, and then I spoke modern Greek better than English once. I made a film in modern Greek, but that’s because in school I learned Latin and ancient Greek, so from modern Greek to ancient Greek it’s not that far. And I do speak Italian and I do understand French but I refuse to speak it. The last thing you could ever do … you can only get some French out of me with a gun pointed at my head.

Was es nicht geben darf

Selbstverständlich gibt es
Den gewinnbaren Krieg.
Frag nur den Herrn General

Selbstverständlich gibt es
Den heiligen Krieg.
Frag nur den Herrn Theologen

Selbstverständlich gibt es
Den gerechten Krieg
Frag nur den Herrn Politiker

Selbstverständlich gibt es
Den notwendigen Krieg
Frag nur den Herrn Bestatter

Aber einen
Krieg, der alle Kriege beendet
Wird es nicht geben dürfen

Frag nur den Herrn von der Waffenlobby

Gefunden bei Gitano2, dezent frisiert.

Deutsch – Italiano

Das Ziel ist nicht ein Ort,
sondern eine Art,
die Dinge zu sehen.

La meta non é un luogo
ma un modo
di vedere le cose.

Grazie a Buntglas.

Schlafwandlerisch

Wieder twittern,
irgendwann?!

Na dann …

Bin so müde, gar nicht wach,
Konto nur mit Ach und Krach.

Wecker nicht gestellt,
werd’ um nichts geprellt.

Schlaf, Timeline, schlaf!
Wer ist hier das Schaf?

Öffentlich, privat, oder was?

Das typische Symptom neoliberaler Beraubung besteht darin, dass der öffentliche Raum nicht mehr als ein positiver Raum definiert wird, der den Individuen Ressourcen bereitstellt, über die sie alleine nicht verfügen. Der Staat und alles was zum öffentlichen Raum gehört, wird nicht mehr als ein Versorger und Ermöglicher gesehen, sondern ausschließlich als eine Verbotsinstanz.

Dem entspricht eine Umkehrung des Appell-Typus gegenüber den Individuen. An sie wird von von der Öffentlichkeit nicht mehr appelliert in einem Sinn, der ihnen etwas Neues ermöglicht. “Jetzt nimm dich mal zusammen und sei ein bisschen eleganter als sonst, denn jetzt bist du in der Öffentlichkeit.” Das wäre in etwa die klassische Anrufung des italienischen Platzes in der Renaissance.

Heute hingegen dreht sich der Appell dann um und spricht die Individuen nur noch als Privatpersonen an, nicht als öffentliche Rollen;, nicht mehr als Citoyens, sondern nur noch als Bourgeois oder als Idioten im Sinn der griechischen Polis, die nur noch ihre Privatbelange pflegen.

Das ist das Gefährliche, wo sich eine narzisstische Kulturentwicklung mit einem Repressivwerden des Staats paart.

Robert Pfaller, gefunden auf TELEPOLIS.

Twitterreim, kleinstmöglichst

Das ist zu klein,
um wahr zu sein.

Hundertvierzig Zeichen,
die fast niemals reichen.

Alte Freundschaft, in einem Satz

Es gibt Momente, die muss man einfach festhalten, so wie heute, also dann, wenn ein alterndes, müdes Gewächs – genährt von guten Erinnerungen, gestört von unkrautartigen Ressentiments und geplagt von der Dürre nüchterner Schlussfolgerungen – sich, kaum beachtet, wieder in einen grazilen, lebenshungrigen Sprössling verwandelt.

Knüppel aus dem Sack

Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont, die noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten, angeklagt von der einen Seite und bestritten von der anderen, Fotos verstümmelter Kinder und Diskussionen über die Effizienz von ‚chirurgischen’ Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres Beispiel eines modernen Beitrags zu den Kriegstaktiken, die eigenartige Doktrin des humanitären Bombardements.

Luís Fernando Veríssimo, brasilianischer Schriftsteller und Kolumnist, übersetzt und zitiert von Klaus Hart, gefunden im Blättchen.

Grammar Note


Thanks to a dear someone.

Sachdienliche Behandlung von Zuschauerhirnen

Die strukturelle Gewalt, die in gebetsmühlenartigen Vereinseitigungen und aufmerksamkeitssteuernden Wiederholungen gut trainierter Sprechmaschinen liegt, hat wohl noch kaum eine angemessene kulturtheoretische und publizistische Betrachtung erfahren.

Glotze fatal