Arquivo do mês: maio 2011

An der Kurve einer Straße

Von Glauco Cortez
Übersetzung: Peter Hilgeland

War ich ein Teil des Ganzen oder nur ein Beobachter? Es war bei Nacht, an einem Abschnitt jener Straße, die mir genauso bekannt wie fremd vorkam, an einem Stück Kurve aus plattgewalzter Erde.

Bewirtschaftete Felder auf beiden Seiten, wahrscheinlich Kaffee.

An der Kurve hockte in einiger Entfernung zu meiner Linken eine junge Frau am Rande der Pflanzungen. Die Frau, mit glatten Haaren und heller Haut, hatte etwas gefunden, war mit etwas beschäftigt, Schmuck oder edles Metall, auffallend verführerisch im Scheinwerferlicht glänzend und blinkend.

Plötzlich erschien ein Mann auf der anderen Seite der Kurve, eher jung, wohl unter 30, dunkelhäutig, kahl. Sein makelloser Anzug leuchtete in violetten und rosafarbenen Tönen. Abwesenden Blickes und schwindsüchtigen Wesens, eine Metallkette in Händen haltend, kam er näher, sah, was geschah, wandte sich ab und verschwand zu meiner Rechten in der Dunkelheit.

Provérbios Alemães

A arrogância vem antes da queda.
Hochmut kommt vor dem Fall.

A confiança é boa, mas o controle é melhor.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

A velhice não protege da tolice.
Alter schützt vor Torheit nicht.

Ações em vez das palavras.
Taten statt Worte.

Amanhã, amanhã, mas não hoje, é o que todas as pessoas preguiçosas dizem.
Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.

As mentiras têm pernas curtas.
Lügen haben kurze Beine.

As vassouras novas varrem bem.
Neue Besen kehren gut.

Até uma galinha cega encontra um grão de vez em quando.
Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.

Com tais amigos, ninguém necessita de inimigos.
Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde.

Deve-se forjar o ferro enquanto estiver quente.
Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist.

Língua alemã, língua difícil.
Deutsche Sprache, schwere Sprache.

Na noite todos os gatos são cinzentos.
Bei Nacht sind alle Katzen grau.

Não se deve elogiar o dia antes da noite.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

O último é mordido pelos cães.
Den letzten beißen die Hunde.

Os fazendeiros mais burros colhem as batatas maiores.
Die dümmsten Bauern ernten die größten Kartoffeln.

Outros países, outros costumes.
Andere Länder, andere Sitten.

Quando dois brigam, o terceiro se alegra.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

Quatro olhos vêem mais que dois.
Vier Augen sehen mehr als zwei.

Quem não honra o centavo, não vale nenhum Táler.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Thalers nicht wert.

Tentar vale mais a pena do que estudar.
Probieren geht über studieren.

Todo começo é difícil.
Aller Anfang ist schwer.

Um desastre vem raramente sozinho.
Ein Unglück kommt selten allein.

Um homem – uma palavra, uma mulher – um dicionário.
Ein Mann – ein Wort, eine Frau – ein Wörterbuch.

O pardal na mão é melhor do que o pombo no telhado.
Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.

Uma andorinha ainda não faz o verão.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Continua!
Wird fortgesetzt!

Perpetuum Mobile

Ursache und Wirkung als ein in sich geschlossener Kreis wiederkehrender Abläufe.

Kraft und Gegenkraft.
Geist und Materie.
These und Antithese.
Begrüßung und Abschied.
Geburt und Tod.

Und umgekehrt.

Ohne Anfang und ohne Ende.

Argumentos para deletar sua conta no Facebook

(Nada copiado da net mas um resumo individual … )

À primeira vista, o facebook é bem prático: você pode navegar, deixar comentários, bater um papo, fazer upload de fotos e vídeos, e ficar horas e horas por aí, viajando pelos perfis de outros. Mas, no fundo, tudo isso é um grande desperdício de tempo. Será que realmente vale a pena?

Na minha opinião, a maioria das informações que você encontra nos murais e nas fotos não passa de algo pitoresco ou até mesmo brega.

Quanto à função de comentários: prefiro me comunicar com as pessoas de que gosto por e-mail, messenger ou telefone. Na melhor das hipóteses, eu as encontro em um evento qualquer para falar com elas pessoalmente. E as fotos? Sejamos sinceros: aquelas fotos de festas e festinhas, de viagens e viagenzinhas, de comidas e comidinhas, de gatos e gatinhas são cansativas, causam mais do que tédio. Nem falar das inúmeras imagens de auto ajuda, nem falar das polémicas políticas visuais, sem contexto algum. Realmente duvido se adiante comentar, ou “compartilhar”, ou “curtir” algo assim. Mas, caso você seja um fotógrafo amador, querendo publicar fotos individuais de verdade, eu considero sites como flickr ou picasa uma opção bem mais adequada.

Tudo bem – seja como for – fora isso, você ainda poderia usar o facebook somente como ferramenta de comunicação ou de planejamento de eventos, correto? Bom, acontece que essa plataforma virtual é uma tentativa séria de monopolizar e centralizar a comunicação on-line. Nesse ramo, ela já eliminou muitas formas de diversidade virtual que existiam antes de ela mesma se tornar popular. Também se trata de uma máquina gigantesca de publicidade dirigida, sem mencionar que é uma fonte de dados incrivelmente rica para empresas de marketing, corporações, instituições de pesquisa e controle público. Usando somente uma plataforma, você facilita para ela a obtenção de dados, em vez de usar sites pessoais múltiplos, servidores ou clientes de e-mail particulares e de diferentes tipos de empresas. No segundo caso, seus dados pessoais não serão tão fáceis de acessar, analisar e abusar.

Mas, por que você deveria precisar de tanta privacidade? Talvez nem precise mesmo! Aliás, sem querer soar assombroso ou instigar teorias de conspiração, por favor considere que o tal facebook é um sistema que, em mãos erradas, é capaz de monitorar pessoas e empregar formas de censura. Quanto mais importante uma rede social como essa se torna, mais dependente seremos dela para fornecer informações aos outros, contatar amigos, trocar ideias e tudo mais. No fundo, se trata somente de um recurso gigantesco, não somente para empresas, mas também para outras instituições obterem dados com a intenção de não apenas analisar mas influenciar a opinião pública.

Por falar nisso:

Delete a conta – caso meus argumentos tenham sido convincentes – use seu e-mail, use outros aplicativos de chat e sites para se comunicar, para expressar a sua opinião, para divulgar fotos ou o que mais você desejar.

Caso tudo acima não tenha sido convincente, sugiro que pesquise as configurações da sua conta e que a use com cautela e moderação.

Ein Buch, das an jemanden erinnert

Es war einmal ein Sozialwissenschaftler, der sich sehr viel Zeit dafür nahm, um sein Studium dann aber doch endlich, dafür jedoch auch mit einer immerhin ziemlich gut bewerteten Diplomarbeit abzuschließen.

Wir kennen uns seit gut 25 Jahren und immer, wenn ich ihn nach längeren oder kürzeren Abständen innerhalb dieses bis dato doch ziemlich bemerkenswert langen Zeitraumes erneut traf, begegnete ich zwangsläufig auch dem Fach, welchem er sich bis heute – auch nach seinem erworbenen Diplom – verschrieben hat. Obwohl er ein durchaus angenehmer Gesprächspartner und Zeitgenosse sein konnte und es nach wie vor noch zu sein scheint, bezweifle ich ernsthaft, ob mir, abgesehen von meiner Kenntnis über seine Neigung zu soziologischer Literatur und der damit verbundenen, von ihm sehr ernst genommenen wissenschaftlichen Arbeit wirklich klar ist, mit wem ich es da zu tun hatte und noch habe.

Über persönliche Dinge zu reden fällt ihm nach wie vor schwer. Hier auf mögliche Gründe eingehen zu wollen, macht keinen Sinn, wäre sogar absurd. In der Vergangenheit neigte ich dazu, ihm dies zuweilen übel zu nehmen, was wiederum in den meisten Fällen zu einem Abbruch des Kontaktes führte, auf die eine oder andere kindische Weise. Heute ist mir klar, dass sein Begriff von “Freundschaft” eben ein anderer ist als der meinige. Was wiederum die Chance bietet, illusorische Gänsefüßchen zu streichen, also die eigentliche Bedeutung des Begriffes ernst zu nehmen und dessen wahre Bedeutung bei zukünftigen Begegnungen konstuktiv umzusetzen.

Nicht, dass er mir dieses Buch empfohlen hätte, ich habe es eher zufällig gefunden. Dessen Autor hätte ich allerdings ohne ihn wohl erst wesentlich später kennen gelernt. Von daher war es schon so was wie eine “Kaufempfehlung”, wenn auch eine sehr indirekte:

Niklas Luhmann, SHORT CUTS, Verlag Zweitausendeins

Kein “geschlossenes Werk”, sondern “Ansätze”, bestehend aus einem Interview und verschiedenen Essays, auf jeden Fall sehr lesenswert, gerade für unbedarfte Laien wie Dich und mich.

Bücher, die man nur einmal liest

Mit den meisten Büchern, die man gelesen hat, ist es so wie mit Menschen, an die man sich erinnert: sie sind wie frühere Freunde, verflossene Bekannte und Kollegen oder gar wie Unbekannte, die man einst auf der Straße traf; sie alle haben aber gleichwohl im Regal unseres Lebens ihren Platz.

Immer wieder lesenswert

Vorab sei gesagt: Ich hab’s wirklich versucht, mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich den Inhalt des besagten Buches am besten hätte zusammenfassen können. Zum Schluss meiner Überlegungen blieb dann aber doch nur der im Grunde alles andere als resignierende Griff ins Regal. In der Einleitung (Untertitel: “Die Wahrheit ist unteilbar”) fanden sich dann nach sehr, sehr kurzem Blättern folgende Abschnitts-Schnipsel:

Kann man an die Existenz oder gar an die tätige Anwesenheit eines Gottes in einem Universum glauben, das sich nach einigen Jahrhunderten naturwissenschaftlicher Forschung unserem Verstand als erklärbar zu präsentieren begonnen hat? Diese einfache, aber alles entscheidende Frage bildet den Hintergrund dieses Buches.

Es ist in der Überzeugung geschrieben, dass die Verbindung religiöser und wissenschaftlicher Aussagen über die Welt zu einem einheitlichen Weltbild heute möglich geworden ist. In der Überzeugung, dass sie nicht nur möglich, sondern auch dringend notwendig ist, wenn der Schwund der Glaubwürdigkeit, dem die religiôse Verkündung heute in der breiten Öffentlichkeit ausgesetzt ist, nicht weiter fortschreiten soll.

Im Zentrum der Darstellung steht das weit über den Spezialfall der Biologie hinaus geltende, für die gesamte heutige Naturwissenschaft grundlegende Konzept der Evolution. Bemerkenswerterweise liefert gerade dieses geistige Konzept einen entscheidenden Schlüssel zu einem besseren, in mancher Hinsicht ganz neuen Verständnis uralter theologischer Aussagen, bis hin zu der Behauptung von der Realität einer jenseitigen Wirklichkeit. Dieser Gedanke war der entscheidende Anstoß zur Entstehung dieses Buchs, das unter diesen Umständen mit einer relativ ausführlichen Darstellung des modernen Evolutionsbegriffs beginnt.

Gut zwei Jahrzehnte vor Dawkins Streitschrift “Der Gotteswahn” schneidet der oben zitierte Autor schon das gleiche Thema an. Ob Dawkins das Buch wohl kennt? Gute Frage! Falls nicht, so sei ihm ernshaft angeraten, dies umgehend nachzuholen. allein schon deshalb, weil es ihm die Gelegenheit böte, seinen positivistisch verklemmten Horizont zu erweitern:

Hoimar von Ditfurth, “Wir sind nicht nur von dieser Welt”, Verlag Hoffmann und Campe, leider nicht mehr im regulären Buchhandel erhältlich.

Matemática para iniciantes:

Lieblingsbuch?

So ein Blödsinn! Kein Lieblingsbuch, höchstens Favoriten. Darauf wiederum im Detail eingehen zu wollen, macht aber keinen Sinn. Punkt.

Das nächste Buch?

Keine Ahnung. Ein kleines, in den Regalen versprengtes Häufchen an- und ungelesener Bände buhlt noch um meine Gunst.