Provérbios Alemães

A arrogância vem antes da queda.
Hochmut kommt vor dem Fall.

A confiança é boa, mas o controle é melhor.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

A velhice não protege da tolice.
Alter schützt vor Torheit nicht.

Ações em vez das palavras.
Taten statt Worte.

Amanhã, amanhã, mas não hoje, é o que todas as pessoas preguiçosas dizem.
Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.

As mentiras têm pernas curtas.
Lügen haben kurze Beine.

As vassouras novas varrem bem.
Neue Besen kehren gut.

Até uma galinha cega encontra um grão de vez em quando.
Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.

Com tais amigos, ninguém necessita de inimigos.
Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde.

Deve-se forjar o ferro enquanto estiver quente.
Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist.

Língua alemã, língua difícil.
Deutsche Sprache, schwere Sprache.

Na noite todos os gatos são cinzentos.
Bei Nacht sind alle Katzen grau.

Não se deve elogiar o dia antes da noite.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

O último é mordido pelos cães.
Den letzten beißen die Hunde.

Os fazendeiros mais burros colhem as batatas maiores.
Die dümmsten Bauern ernten die größten Kartoffeln.

Outros países, outros costumes.
Andere Länder, andere Sitten.

Quando dois brigam, o terceiro se alegra.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

Quatro olhos vêem mais que dois.
Vier Augen sehen mehr als zwei.

Quem não honra o centavo, não vale nenhum Táler.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Thalers nicht wert.

Tentar vale mais a pena do que estudar.
Probieren geht über studieren.

Todo começo é difícil.
Aller Anfang ist schwer.

Um desastre vem raramente sozinho.
Ein Unglück kommt selten allein.

Um homem – uma palavra, uma mulher – um dicionário.
Ein Mann – ein Wort, eine Frau – ein Wörterbuch.

O pardal na mão é melhor do que o pombo no telhado.
Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.

Uma andorinha ainda não faz o verão.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Continua!
Wird fortgesetzt!

14 Respostas para “Provérbios Alemães

  1. Das ist bestimmt auch gut, wenn man portugues lernen will…,

    und wenn man etwas Psycho-Ethnologie studieren will.

  2. beziehungsweise, wenn man Ethno-Psychologie studieren will.

    • Wusste nicht, dass so was in den Bereich der “Ethno-Psychologie” (?) fällt. Sprichwörter und Redensarten fand ich schon immer interessant, aber so richtig aufmerksam wurde ich erst darauf, seitdem ich nicht mehr in Deutschland lebe. Die Sprichwörter oben sind halt nur einfache Übersetzungen; viel spannender wird’s da schon bei Redensarten, also Ausdrücken, die ähnliche Inhalte vermitteln, aber in der jeweiligen Sprache mit anderen “Bildern” arbeiten. Phantastisch!

  3. Du meinst Idiome!?

    • Ist “Idiom” nicht ein einfach nur ein anderes Wort für “Sprache”?

      • Äh, jetzt hast Du mich tatsächlich für einen kurzen Moment irritiert und ich habe daher noch einmal selbst nachgeschaut: Es geht tatsächlich Beides. Sprache und idiomatische (Rede-)Wendung. Letzteres ist das, was ich meinte und wird dann auch unter Phraseologismus subsumiert (was ich bisher wiederum nicht wusste).

        • Mir erging’s da vorhin ähnlich wie Dir!

          Habe mich dem Rätsel also gerade mal von portugiesischer Seite genähert und im HOUAISS – dem brasilianischen Duden – nachgeschlagen. (Ist übrigens ein sehr erstaunliches Druckwerk im Atlasformat: 2029, in kleinster Schrift auf dünnem Papier bedruckte Seiten. Ächz!):

          LÍNGUA (Sprache)
          “Ein Darstellungssystem, das aus Worten und (den damit verbundenen) Regeln besteht, welche in Form gesprochener und schriftlich verfasster Sätze von den Individuen einer Gemeinschaft als wesentliches Ausdrucks- und Kommunikationsmittel verwendet wird.” (Nochmal Ächz, dieses Mal übersetzungstechnisch…!)

          IDIOMA (Äh, auch “Sprache”, aber …)
          Der Unterschied zu LÍNGUA ist hier verschwindend gering, so wie ich das sehe, es gibt ihn aber:
          “Die Sprache eines Volkes oder einer Nation, welche sich durch die ihr eigenen Besonderheiten ihres Wortschatzes und der damit verbundenen grammatikalischen sowie phonologischen Merkmale auszeichnet.”

          Womit wir wieder bei der Bedeutung des Wortes “IDIOM” im deutschsprachigen Raum wären. Der Begriff hat zwar auch im Portugiesischen eine etwas andere “Einfärbung”, allerdings macht IDIOMA hier im Alltagsgebrauch in Bezug zu LÌNGUA keinen Unterschied. Im Deutschen schon.

          • Eben dieser letzte von Dir (in Schwerstarbeit) übersetzte Absatz bedeutet für mich (wiederum) übersetzt Redewendung.

            Summa summarum behaupte ich jetzt mal, dass dieses (und anderes) für mich ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass Du schon sehr lange in Brasilien bist und ich nicht falsch mit meiner Vermutung liegen dürfte, dass für Dich Portugiesisch Deine Sprache geworden ist. – Nicht dass Du das falsch verstanden hättest, bitte: Das bewundere ich.

          • Das scheint mir auch so: “Redewendung” (Idiom) ist wohl die treffendste Umschreibung.
            Im Englischen auch, wie es aussieht.

            Für das (brasilianische) Portugiesich gilt das – technisch – wohl auch.
            Nur, dass in der Alltagssprache anscheinend kein Unterschied gemacht wird
            zwischen “lìngua” und “idioma”. Von daher meine Neugierde und der HOUAISS …

            Mit Deiner Vermutung liegst Du nicht falsch und da gibt’s auch meinerseits nichts
            “falsch zu verstehen”: Portugiesisch ist meine Sprache, in jeder Hinsicht,
            wenn auch “nur” meine zweite. Bin knapp an einer bilingualen “Erziehung”
            vorbeigeschlittert, dafür war ich schon ein Quentchen zu “alt”. Sie fordert
            mir nach wie vor so einges ab, vor allem wenn ich schreibe, gerade hier,
            Posts arten in Arbeit aus, obwohl es Spass macht. Vielleicht sollte ich das mit
            WP einfach lockerer sehen, “frei nach Schnauze” schreiben, Fehler in Kauf nehmen.

          • Vielleicht sollte ich das mit
            WP einfach lockerer sehen, “frei nach Schnauze” schreiben, Fehler in Kauf nehmen.

            Ja das mit dem Streben nach Perfektion. Das ist für mich auch so eine Sache. Man sollte meinen, ich sollte irgendwie dadrüber stehen (können). Im Gegentum: ich strebe Perfektion immer wieder an – und scheitere genauso immer wieder.

            Nicht dass diese Form des Scheiterns mir Spaß machen würde; es lässt sich einfach irgendwie nicht vermeiden…

          • Apopos, nach Deinem Kommentar rage mcih, ob es wohl ein portuguiesiches Pendant zur Redensart “an Texten herumfeilen” gibt. Der Ausdruchk, äh – das Idiom, hat auf jeden Fall was. Im Grunde weren die wenigsten Texte wirklich “fertig”. Denke aber, dass man das auf einem persönlichen Blog, trotz aller redlichen Bemühungen, nicht zu eng sehen sollte.

  4. Was Ethno-Psychologie (bzw. Psycho-Ethnologie) betrifft, ist es z.B. spannend zu schauen, welches Sprichwort welche Wertigkeit besitzt. Das kann sowohl intra- als auch interpersonell (sic!) recht spannende Aufschlüsse über die “Mentalität” – jetzt im allerweitesten Sinne – geben.

  5. Ja, es nicht nur eine “kulturelle”, sondern auch ein persönliche Angelegenheit. Das fängt schon bei individuellen Vorlieben für gewisse Redewendungen an. “Intra- und interpersonell” ist da treffend zusammengefasst.

    Spannend ist auch, dass einem solche Ausdrücke so gut wie immer spontan einfallen. Sehr unbewusst, die Art, wie wir sie aus unserem Gedächtnis “hervorkramen” …

    • Apropos spontan einfallen usf.:
      Eben deswegen eignen sich solche Idiome, Sprichwörter usf. als Indikatoren für Persönlichkeitsattribute. Sehr schwammig ausgedrückt, ich weiß, aber genauso weit würde ich den Gegenstandsbereich für mögliche Forschungen in diesem Bereich ansetzen.🙂

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