An der Kurve einer Straße

Von Glauco Cortez
Übersetzung: Peter Hilgeland

War ich ein Teil des Ganzen oder nur ein Beobachter? Es war bei Nacht, an einem Abschnitt jener Straße, die mir genauso bekannt wie fremd vorkam, an einem Stück Kurve aus plattgewalzter Erde.

Bewirtschaftete Felder auf beiden Seiten, wahrscheinlich Kaffee.

An der Kurve hockte in einiger Entfernung zu meiner Linken eine junge Frau am Rande der Pflanzungen. Die Frau, mit glatten Haaren und heller Haut, hatte etwas gefunden, war mit etwas beschäftigt, Schmuck oder edles Metall, auffallend verführerisch im Scheinwerferlicht glänzend und blinkend.

Plötzlich erschien ein Mann auf der anderen Seite der Kurve, eher jung, wohl unter 30, dunkelhäutig, kahl. Sein makelloser Anzug leuchtete in violetten und rosafarbenen Tönen. Abwesenden Blickes und schwindsüchtigen Wesens, eine Metallkette in Händen haltend, kam er näher, sah, was geschah, wandte sich ab und verschwand zu meiner Rechten in der Dunkelheit.

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