Arquivo do mês: junho 2011

De farra …

Quando lemos
encontramos sempre
uma letrinha
que escapou
ou uma
que entrou
de farra.

Apropos Politik

“Politik-Gedöns” zu kommentieren bringt’s in den meisten Fällen nun wirklich nicht. Gutti is bald wech – der spannt erst mal im Ausland ab; Merkel dagegen bleibt und sitzt aus – wie einst ihr Mentor; das Kachelmann-Theater ist für’n Arsch und diese ganze Menge an Sarrazins lässt sich auch nicht so leicht niederposten.

Und in der Zwischenzeit beißen sich Wutbürger aller Couleur am Euro die Zähne aus …

Apropos Schreiben

Wenn in geselliger Runde jemand zu schreiben oder schreiben zu wollen behauptete, fragte ich nach, worüber sie denn schreiben wollten. Die Antwort blieben sie mir meistens schuldig. Ich fand das seltsam. Schon damals – und seither immer mehr – habe ich es komisch gefunden, daß unsere Kultur Menschen en masse hervorbringt, die schreiben können und wollen, aber nichts zu sagen haben. Warum wollen sie schreiben, wenn sie offen und ehrlich zugeben, daß es nichts gibt, was sie vermitteln könnten? Können sie nichts anderes tun?

Gaarder, J.: Der Geschichtenerzähler. München 2002.

(… davon ausgehend, dass es sich bei der “geselligen Runde” auch um das sogenannte Web 2.0 im Allgemeinen und die Blogosphäre im Besonderen handelt …)

Gut gezwinkert!

Kognitive Dissonanz

“Toll, alle meine Freunde, ich bin vernetzt und beliebt. Doof irgendwie, mit dem Datenschutz, aber naja, die anderen machen das doch auch. Hey super, die Susi hat mir was geschrieben. Gesichtserkennung, hm, vielleicht ja ganz witzig, aber irgendwie fühl ich mich auch unwohl damit. Oh guck mal, der Tobi macht ne Party! Mensch, wolltet ihr mir nicht beim Umzug helfen, wo wart ihr denn? Och nö, schon wieder so ein Stalker, was kann man denn da machen? Hehe, witzig, was da jemand wieder gepostet hat, like ich doch glatt mal. Mann, die Werbung geht mir langsam echt auf den Sack, ich dachte, die wär personalisiert?! Ich bin ganz freiwillig hier, es ist meine eigene Entscheidung. Aber wenn ich den Account zumachen würde, würde ich schon Bekannte verlieren, und würde auch gar nicht mehr mitbekommen, was los ist. Ekliger Typ eigentlich, dieser Zuckerberg. Hey, die Susi hat Fotos gepostet, richtig schöne! Oh, schon halb fünf?!”

Der sanfte Facebook-Totalitarismus, aber ganz freiwillig, nur ein ganz bisschen Gruppendruck.

Auszug aus einem Kommentar von “rarara”, Juni 2011

Huge!

Well put:

German Pavilion Giardini, (Source: http://www.flickr.com/photos/happyfamousartists/)