Was mir gerade zu „Kindheit“ einfällt:

Es ist eine kleine, einem lebenden Exemplar täuschend ähnliche Gummispinne, die ich meiner Mutter schenkte und die seitdem ein eher bescheidenes Dasein fristet – angesichts dessen, was voranging: ich fand sie im Zuckertopf der Küche eines Projektes zur nachschulischen Betreuung heranwachsender Jugendlicher. Ich adoptierte sie, denn mein Gesichtsausdruck in jenem Moment, als ich da ihre dunkle, vielbeinige Gestalt auf all dem hellen Zucker sah, brachte mich nicht nur den kleinen Rabauken, sondern auch mir selbst ein wenig näher. Meine Mutter will sie nicht mehr missen, sie hat sie auf den Kühlschrank gelegt, von wo aus sie seitdem für Verständnis wirbt.

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