Arquivo do mês: novembro 2012

Mapa interativo sobre partidos da extrema-direita na Alemanha

Recentemente, foram publicados os resultados de uma pesquisa da Friedrich-Ebert-Stiftung cujos dados indicaram um crescimento de aprovação da extrema-direita. O jornal Die Zeit então se aproximou da temática de outra forma, recolheu os dados da soma dos votos para todos os partidos da extrema-direita em todos os distritos eleitorais, baseando-se nas últimas eleições federais em 2009:

screenshot: zeit.de

O resultado é um mapa interativo, (realizado por kartograph.js) que permite cliquar em qualquer distrito eleitoral para se informar sobre detalhes regionais. Bem feito!

Strafarbeit

Quelle: gidf.de

Memento Mori

Aufgekratzt und verärgert kam meine Frau heute Abend von einem langen Besuch bei einer Cousine zurück, deren Mann vor zwei Tagen kurz nach einer Operation völlig unerwartet verstorben war. Für meine Frau und meine Schwiegermutter war dieser Besuch etwas Selbstverständliches – und das nicht nur aus familiären Gründen oder weil sie eben eingeladen wurden. Persönlich kann ich das gut nachvollziehen, das Paar ist mir selbst in guter Erinnerung; die wenigen Besuche, bei denen ich Gelegenheit hatte, die beiden kennen zu lernen, zeugten nicht nur von einer hierzulande üblichen Gastfreundschaft, sondern darüber hinaus auch von jener Entspanntheit im Umgang mit anderen, welche eher seltener anzutreffen ist.

Es begann als familiärer und freundschaftlicher Besuch, als ein Beistehen, ganz unverkrampft. Frau und Schwiegermutter “erlebten” als einzige Besucher die Witwe in allen Facetten. sie weinte, sie schimpfte und nach einiger Zeit lachte sie sogar. Trauer hat viele Gesichter.

Es endete als etwas ganz anderes und hier liegt auch der Grund für die Gereiztheit meiner Frau, so wie ich sie jetzt in Erinnerung habe, als sie zur Tür hereingekommen war, bevor sie mir obiges und folgendes erzählte:

Irgendwann, inmitten all dessen, klingelte das Telefon. Jemand erkundigte sich nach dem Befinden der Trauernden und ludt sich ein, vorbeizukommen. Bekannte, ein mit der Witwe “befreundetes” Paar. Die Betroffene, schon ein wenig dem Rotwein zugetan, gab dem Ersuchen nach.

Das Erscheinen dieser Leute muss wie ein Schnitt gewesen sein. CUT. Nichts Freundschaftliches mehr, nichts Familiäres. Von einem Moment zum anderen verwandelte deren plötzliche Gegenwart alles in ein absurdes, verkrampftes Bühnenspiel.

Das “befreundete” Paar erschien überraschenderweise mit Anhang: einem mageren Typen mit Bart und einer dicklichen Kollegin, beide “ihres Zeichens” Psychoanalytiker und beide im fortgeschrittenen Alter. Die Cousine hatte gerade eine Kerze zum Gedenken an ihren verstorbenen Gatten angezündet, als der ganze Tross durch die Tür hereinkam. Eben wegen der Kerze handelte sich die Witwe dann auch prompt einen ersten kühlen, fast zynischen Blick des graubärtigen Alten ein. Nachdem es sich das ganze Volk dann bequem gemacht hatte, fing selbiger an zu reden und hörte nicht mehr auf. Er schwadronierte über den Holocaust, irgendeinen italienischen Philosophen, Lacan und anderes. Er war nicht mehr zu halten und die Witwe hörte seinem Gelaber zu und auch wieder nicht. Sie hatte aufgehört zu weinen, zu schimpfen und zu lachen. Zuweilen, wenn der Meister es gestattete oder einfach nur Luft holen musste, nutzte sie die Lücken um ihrerseits sinnlos drauflos zu quatschen. Woran der Alte wiederum seinen stillen, perversen Spass gehabt haben dürfte.

Meiner Frau lag es auf den Lippen, ihn zurecht zu weisen. Sie wusste nur nicht wie. Sie fühlte sich wie die Gefangene in einer Blase. In der Blase eines Schwätzers. Und dann kam die Wut in ihr hoch, wie dieser selbstgefällige Pavian es wagen konnte … und mit der Wut auch die Frage, weshalb er freies Spiel hatte ..

Meine Frau und meine Schwiegermutter sind nun wirklich nicht immer einer Meinung. Am heutigen Abend waren sie es dafür aber um so mehr. Zunächst in Form eindeutiger Blicke im Wohnzimmer der Witwe und später dann in kurzen, klaren Worten auf dem Weg nach Hause.

Memento mori, du Arsch!

Corporate Pavlov


Found in a shoebox. Which reminds me of a dead Russian guy.

Multitasking? Yep!

Source: dpa

Last monday, doing spot check on traffic, the German police caught a guy for driving far beyond speed limit on a highway.

Though this happens all the time, the involved police officers were quite surprised when they took a closer look.

Just wondering how he could have been able to manage GPS, two cell phones, a laptop and a printer while holding on to the wheel …

What a freak!

P. S. “Yep” again, despite all clichés: there are speed limits on German highways. Even there.

Efeito Mestre Yoda

Uma das características exóticas da língua alemã é a posição do verbo em frases subordinadas; o verbo conjugado se encontra obrigatoriamente ao final da sentença. Isso que cria o tal “efeito mestre Yoda” quando a traduzimos literalmente.

Por exemplo:

Ich finde, dass er recht hat.
Eu acho que ele razão tem.

Estranho, não é? Sem dúvida, para aprender o alemão como língua estrangeira, é preciso passar por uma fase de adaptação. O fato de o verbo aparecer somente no final da frase cria um momento de tensão, de desconhecimento. Outro exemplo:

Ich glaube nicht, dass er morgen anruft.
Eu não acredito que ele amanhã ligue.

Antes de o narrador finalizar a frase não sabemos o que o sujeito faz, fez ou fará, o que nos leva a concluir que o narrador também poderia ter colocado outro verbo no final, alterando completamente a ação do sujeito. Compare as frases seguintes:

Ich glaube nicht, dass er morgen kommt.
Eu não acredito que ele amanhã venha.

Ich glaube nicht, dass er morgen arbeitet.
Eu não acredito que ele amanhã trabalhe.

Pode-se dizer que escutar e ler frases subordinadas seja semelhante a um “download”. Você só entende o sentido inteiramente após ter “baixado o arquivo completo”. Precisa-se ficar “atento”, pois até o final há um momento de “suspense”.

Espero que eu me claramente expressado tenha.

Kleine Gärtnerweisheit

Die Geste des Pflanzens ist,
wie die Alten wussten,
wir aber vergaßen,
die Ouvertüre zur Geste des Wartens.

Vilém Flusser

Now What?

Source: AFP

Leichenrede

Wir stehen am Grab des Wortes.
Es ist nicht schön gestorben.
Es ist nicht vom Zensor erwürgt worden.
Es ist als leere Worthülse
im Brackwasser der Beliebigkeit ertrunken.

Georg Schramm