Arquivo do mês: dezembro 2012

Autorenschaft

Jetzt mal ganz von vorn; mir ist gerade danach:

Geschriebenes wurde und wird geschaffen um gelesen zu werden. Dessen Quelle ist immer ein Autor, ergo ein Mensch, dessen Absicht darin besteht, uns etwas mitzuteilen, indem er es festhält – und zwar schriftlich. Wenn nun Texte gewisser Autoren die Zeit, in der sie entstanden sind, überdauern, dann wohl in erster Linie deshalb, weil sie nicht nur den Zeitgeist ihrer Entstehungsepoche wiederspiegeln, sondern darüber hinaus auch etwas vermitteln, das gleichwohl für nachkommende Generationen und Epochen relevant ist oder zu sein scheint.

So erklärt sich zum Beispiel – selbst in Zeiten wie diesen – der Reiz der Werke eines Genies wie Shakespeare. Allein dessen altertümlich wirkende und von daher exotisch anmutende Sprache mag uns schon in den Bann ziehen. Ginge es aber nur um die sprachlichen Ausdrucksformen seiner Epoche, das Bühnenbild und die Kostüme, so hätte Shakespeare nicht “überlebt”. Da ist noch etwas anderes, etwas, das “uns” mit “ihm” und seiner Zeit verbindet. Ein Begriff, um dieses “Phänomen” zu umschreiben, wäre die in bestimmten Kreisen so oft zitierte “conditio humana”. So viel hat sich da nämlich nicht geändert seit den Zeiten von Federkiel und Rüschenkragen – und davor; versetze sich ein jeder auf seine Art in die Vergangenheit der Menschheitsgeschichte zurück. “Wie es Euch gefällt.”

Na ja, auf solche Binsenweisheiten kann nun wirklich jeder einigermaßen klare Kopf kommen, möge er auch ansonsten zu Literatur keinen besonderen Draht haben. Kurz: der gute Shakespeare hatte es halt drauf, Dramen und Gedichte zu schreiben, die etwas über uns und das Leben aussagen, in das wir “geworfen” wurden, ganz unabhängig von der Zeit, in der wir leben. Obwohl in seinen Stücken auch historische Personen und reale Geschehnisse vorkommen, ging es ihm – also dem Autor – nicht nur um diese an sich, das sei jetzt einfach mal behauptet.

Falls dem so sei, warum sollte es sich da mit religiösen Texten anders verhalten – egal mit welchen? “Überlebten” sie nicht aus dem selben Grund, da sie ähnlich wie ein Werk von Shakespeare etwas “Wesentliches” zu vermitteln scheinen? Sind auch sie nicht schlicht und einfach das Werk von Autoren – egal, wie eigenartig und befremdend ihre Sprache zuweilen rüberkommen mag? Von Autoren, deren Inhalte selbst heutzutage noch in so vielen Köpfen derart “lebendig” sind, dass sie nach wie vor gelesen, zitiert, gedeutet, missdeutet und vergewaltigt werden?

Also, ich kann mir da wohl nicht helfen. Selbst wenn religiöse Texte “anderen Kalibers” zu sein scheinen, da älter, “ehrwürdiger”, inspirierender, polemischer, transzendenter, umfassender, weiser und widersprüchlicher als gar die Texte des besagten Genies, so sind auch sie nicht “vom Himmel gefallen”, sondern …

… geschrieben worden.

Und zwar von Menschen.

In Memoriam

Oscar Niemeyer, 1907 – 2012  (Photo: AFP)

Rauchen macht schlank? Yo!

Nun hat Nikotin ja nun doch schon eine Appetit hemmende Wirkung und wer aufhört, diesen Stoff zu konsumieren, verspürt mehr Lust auf Essen – keine Frage.

Man sollte sich deshalb schon vor dem Ausdrücken der letzten Zigarette im Klaren darüber sein, dass der Entzug des Störenfriedes den Stoffwechsel “aufmischt”; der Körper macht eine zwar drastische, aber ausgesprochen belebende Umstellung durch. Sie wirkt sich schon nach wenigen Tagen eben nicht nur auf den Geschmacks- und Geruchssinn aus, sondern auch auf alle Prozesse, die mit der körperlichen “Verwertung” von Nahrung verbunden sind.

Da die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, während des Entzuges an Gewicht zuzulegen, ist es (mal wieder) wichtig, mit welcher inneren Einstellung man an die “Sache” herangeht. (Klingt banal, ist aber so!). Man sollte sich also schon vor dem Ausdrücken der letzten Kippe Gedanken über seine Ernährung machen und das “Aufhören” auch als Chance begreifen, die “Nahrungsaufnahme” in einem neuen Licht zu sehen. Eben nicht als Ersatz für Nikotin (das machen so einige, die der Kippe nachtrauern), sondern als Gewinn an Lebensqualität: Essen ist ein Genuss, wenn man es mit allen “beteiligten” Sinnen tut, anstatt damit einfach nur Frust abbauen zu wollen.

Rauchen macht schlank? Von wegen: sehe jeden Tag übergewichtige Personen auf der Strasse, die an der Kippe ziehen. Möchte nicht wissen, wie viele von denen auch deshalb nicht aufhören, weil sie Angst haben, sie würden “ohne” erst recht aufgehen wie ein Puffelskuchen. Hier gehen falsches Ernährungsverhalten und Nikotinsucht eine unheilvolle Allianz ein.

Als ob Fresserei ohne Sinn(e) nur ein Problem von Ex-Rauchern wäre …

Ah! O Silêncio!

fonte: figurenbrut.blogger.de

figurenbrut.blogger.de