Interpretationshilfe

So, nachdem der Koalitionsvertrag nun steht, dürfte der Schinken ja jetzt auch der SPD-Basis zugänglich sein. Ob die Genossen damit klar kommen, ist allerdings fraglich. Es sei nämlich vermutet, dass diejenigen, die ihn tatsächlich lesen oder es zumindest versuchen, damit ihre liebe Mühe haben. Auch wegen seines Inhaltes, aber wohl vor allem wegen möglicher Bandwurmsätze, Fachbegriffe oder sonstiger Stilblüten. Kapiert das Einer? Na, ob dem so ist, wurde bereits von Kommunikations-Wissenschaftlern mittels einer Software untersucht. Das Ergebnis? Raten Sie mal!.

Liebe SPD’ler, nur nicht verzagen – dem Werke lässt sich auch anders zu Leibe rücken. Vorschlag zur Güte:

(1) Man picke sich eine Rosine heraus, mit Vorliebe einen langen Satz mit markigen Schlüsselwörtern und berücksichtige bei der Auswahl einen Schwerpunkt, dessen Thematik über Parteigrenzen hinweg eine bedeutende Rolle spielt. Man lese ihn aufmerksam und kehre für einen Moment in sich.

(2) Man fasse das so eben Erfahrene in möglichst knappen Worten zusammen.

Also (Beispiel):

(1) “Wir werden als eine zentrale steuerpolitische Aufgabe den Kampf gegen grenzüberschreitende Gewinnverlagerungen international operierender Unternehmen entschlossen vorantreiben, uns für umfassende Transparenz zwischen den Steuerverwaltungen einsetzen und gegen schädlichen Steuerwettbewerb vorgehen.”

(2) Ein bisschen Spaß muss sein. Auch im Koalitionsvertrag.

Wer sagt’s denn?! Geht doch!

Weitere Interpretationshilfen verschiedenster Art finden Sie übrigens hier.

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