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Caros pais, estimados alunos e estudantes!

Pesquisadores americanos fizeram um estudo (publicado na revista científica Trends in Neurosciense and Education) com crianças de 4 e 5 anos que estavam começando a ter contato com as letras.

A conclusão do estudo confirmou a hipótese de que a escrita tradicional com papel e lápis ajuda no desenvolvimento mental, mais especificamente, na capacidade de abstração. Por meio de ressonância magnética, verificou-se que certas áreas do cérebro são ativadas quando uma criança desenha e reconhece uma letra.

sunjournal.com

Fonte: sunjournal.com

Um outro estudo com universitários relatado no jornal The New York Times, provou que alunos que anotam o conteúdo da aula à mão retêm mais e melhor o que foi apresentado, em comparação com aqueles que usaram notebooks ou tablets:

For adults, typing may be a fast and efficient alternative to longhand, but that very efficiency may diminish our ability to process new information. Not only do we learn letters better when we commit them to memory through writing, memory and learning ability in general may benefit.

Two psychologists, Pam A. Mueller of Princeton and Daniel M. Oppenheimer of the University of California, Los Angeles, have reported that in both laboratory settings and real-world classrooms, students learn better when they take notes by hand than when they type on a keyboard. Contrary to earlier studies attributing the difference to the distracting effects of computers, the new research suggests that writing by hand allows the student to process a lecture’s contents and reframe it — a process of reflection and manipulation that can lead to better understanding and memory encoding.

Laptop-Vorlesung

Fonte: archiv.ethlife.ethz.ch

Bom, (embora não importe tanto), me parece que os pesquisadores norte americanos não foram pioneiros nesta matéria. Estudos com resultados semelhantes já foram divulgados anteriormente, como os de Anne Mangen, uma professora adjunta do Centro de Leitura da Universidade de Stavanger, na Noruega, que já havia publicado um artigo no periódico Advances in Haptics (Digitizing Literacy: Reflections on the Haptics of Writing), juntamente com o neurofisiologista Jean-Luc Velay, da Universidade de Marselha na França.

De qualquer forma, há fortes indicações de que escrever a mão fortalece o processo de aprendizagem, tanto de crianças quanto de adultos. Escrever a mão requer mais tempo, porém, o feedback parece ser bem maior, criando um “link” direto entre a atividade física e o reconhecimento visual.

Adhesive notes and ballpoint pen

Just wondering …

What an astonishing thing a book is. It’s a flat object made from a tree with flexible parts on which are imprinted lots of funny dark squiggles. But one glance at it and you’re inside the mind of another person, maybe somebody dead for thousands of years. Across the millennia, an author is speaking clearly and silently inside your head, directly to you. Writing is perhaps the greatest of human inventions, binding together people who never knew each other, citizens of distant epochs. Books break the shackles of time. A book is proof that humans are capable of working magic.

Carl Sagan

Graphisch-hypnotische Sinnentleerung

figurenbrut.blogger.de

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Lesen

Wörtern beim Weben von Sätzen zusehen.

Autorenschaft

Jetzt mal ganz von vorn; mir ist gerade danach:

Geschriebenes wurde und wird geschaffen um gelesen zu werden. Dessen Quelle ist immer ein Autor, ergo ein Mensch, dessen Absicht darin besteht, uns etwas mitzuteilen, indem er es festhält – und zwar schriftlich. Wenn nun Texte gewisser Autoren die Zeit, in der sie entstanden sind, überdauern, dann wohl in erster Linie deshalb, weil sie nicht nur den Zeitgeist ihrer Entstehungsepoche wiederspiegeln, sondern darüber hinaus auch etwas vermitteln, das gleichwohl für nachkommende Generationen und Epochen relevant ist oder zu sein scheint.

So erklärt sich zum Beispiel – selbst in Zeiten wie diesen – der Reiz der Werke eines Genies wie Shakespeare. Allein dessen altertümlich wirkende und von daher exotisch anmutende Sprache mag uns schon in den Bann ziehen. Ginge es aber nur um die sprachlichen Ausdrucksformen seiner Epoche, das Bühnenbild und die Kostüme, so hätte Shakespeare nicht “überlebt”. Da ist noch etwas anderes, etwas, das “uns” mit “ihm” und seiner Zeit verbindet. Ein Begriff, um dieses “Phänomen” zu umschreiben, wäre die in bestimmten Kreisen so oft zitierte “conditio humana”. So viel hat sich da nämlich nicht geändert seit den Zeiten von Federkiel und Rüschenkragen – und davor; versetze sich ein jeder auf seine Art in die Vergangenheit der Menschheitsgeschichte zurück. “Wie es Euch gefällt.”

Na ja, auf solche Binsenweisheiten kann nun wirklich jeder einigermaßen klare Kopf kommen, möge er auch ansonsten zu Literatur keinen besonderen Draht haben. Kurz: der gute Shakespeare hatte es halt drauf, Dramen und Gedichte zu schreiben, die etwas über uns und das Leben aussagen, in das wir “geworfen” wurden, ganz unabhängig von der Zeit, in der wir leben. Obwohl in seinen Stücken auch historische Personen und reale Geschehnisse vorkommen, ging es ihm – also dem Autor – nicht nur um diese an sich, das sei jetzt einfach mal behauptet.

Falls dem so sei, warum sollte es sich da mit religiösen Texten anders verhalten – egal mit welchen? “Überlebten” sie nicht aus dem selben Grund, da sie ähnlich wie ein Werk von Shakespeare etwas “Wesentliches” zu vermitteln scheinen? Sind auch sie nicht schlicht und einfach das Werk von Autoren – egal, wie eigenartig und befremdend ihre Sprache zuweilen rüberkommen mag? Von Autoren, deren Inhalte selbst heutzutage noch in so vielen Köpfen derart “lebendig” sind, dass sie nach wie vor gelesen, zitiert, gedeutet, missdeutet und vergewaltigt werden?

Also, ich kann mir da wohl nicht helfen. Selbst wenn religiöse Texte “anderen Kalibers” zu sein scheinen, da älter, “ehrwürdiger”, inspirierender, polemischer, transzendenter, umfassender, weiser und widersprüchlicher als gar die Texte des besagten Genies, so sind auch sie nicht “vom Himmel gefallen”, sondern …

… geschrieben worden.

Und zwar von Menschen.

Árvores na neve

Pois somos como troncos de árvores na neve.
Como parece, apenas estão deitados na superfície escorregadia,
e um pequeno empurrão deveria deslocá-los.
Não, não é possível fazer isso porque eles estão firmemente unidos a terra.
Mas, veja, até isto é mera aparência.

Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee.
Scheinbar liegen sie glatt auf,
und mit einem kleinen Anstoß sollte man sie wegschieben können.
Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden.
Aber sieh, sogar das ist nur scheinbar.

Franz Kafka, “Die Bäume”
Aus: “Die Erzählungen – Originalfassung”, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH
Tradução: Peter Hilgeland

Mehr Hirn, mehr Poesie

Wer Texten vorwirft, dass er sie nicht versteht, wirft nun einmal zunächst sich selbst etwas vor. Was kann ein Text für das Lesevermögen seiner jeweiligen Leserinnen und Leser? Sicherlich gibt es Texte, deren Inhalt und Güte sich nur jenen erschließen, die über eine gewisse Leseerfahrung und Bildung verfügen – und über die Frage, ob dies so sein muss, lässt sich streiten. Dies jedoch ist nicht der Kern des Vorwurfs, der Jahr um Jahr gegen komplexe Texte allgemein und gegen Lyrik insbesondere vorgebracht wird. Diejenigen, die nicht bereit sind, sich mit einem kurzen Text länger zu befassen, als die reine Erfassung der Buchstaben braucht, machen Texten zum Vorwurf, dass sie sie nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Sie werfen einem Text somit vor, dass er Arbeit macht.

Jörg Sundermeier

De farra …

Quando lemos
encontramos sempre
uma letrinha
que escapou
ou uma
que entrou
de farra.

Immer wieder lesenswert

Vorab sei gesagt: Ich hab’s wirklich versucht, mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich den Inhalt des besagten Buches am besten hätte zusammenfassen können. Zum Schluss meiner Überlegungen blieb dann aber doch nur der im Grunde alles andere als resignierende Griff ins Regal. In der Einleitung (Untertitel: “Die Wahrheit ist unteilbar”) fanden sich dann nach sehr, sehr kurzem Blättern folgende Abschnitts-Schnipsel:

Kann man an die Existenz oder gar an die tätige Anwesenheit eines Gottes in einem Universum glauben, das sich nach einigen Jahrhunderten naturwissenschaftlicher Forschung unserem Verstand als erklärbar zu präsentieren begonnen hat? Diese einfache, aber alles entscheidende Frage bildet den Hintergrund dieses Buches.

Es ist in der Überzeugung geschrieben, dass die Verbindung religiöser und wissenschaftlicher Aussagen über die Welt zu einem einheitlichen Weltbild heute möglich geworden ist. In der Überzeugung, dass sie nicht nur möglich, sondern auch dringend notwendig ist, wenn der Schwund der Glaubwürdigkeit, dem die religiôse Verkündung heute in der breiten Öffentlichkeit ausgesetzt ist, nicht weiter fortschreiten soll.

Im Zentrum der Darstellung steht das weit über den Spezialfall der Biologie hinaus geltende, für die gesamte heutige Naturwissenschaft grundlegende Konzept der Evolution. Bemerkenswerterweise liefert gerade dieses geistige Konzept einen entscheidenden Schlüssel zu einem besseren, in mancher Hinsicht ganz neuen Verständnis uralter theologischer Aussagen, bis hin zu der Behauptung von der Realität einer jenseitigen Wirklichkeit. Dieser Gedanke war der entscheidende Anstoß zur Entstehung dieses Buchs, das unter diesen Umständen mit einer relativ ausführlichen Darstellung des modernen Evolutionsbegriffs beginnt.

Gut zwei Jahrzehnte vor Dawkins Streitschrift “Der Gotteswahn” schneidet der oben zitierte Autor schon das gleiche Thema an. Ob Dawkins das Buch wohl kennt? Gute Frage! Falls nicht, so sei ihm ernshaft angeraten, dies umgehend nachzuholen. allein schon deshalb, weil es ihm die Gelegenheit böte, seinen positivistisch verklemmten Horizont zu erweitern:

Hoimar von Ditfurth, “Wir sind nicht nur von dieser Welt”, Verlag Hoffmann und Campe, leider nicht mehr im regulären Buchhandel erhältlich.

Lieblingsbuch?

So ein Blödsinn! Kein Lieblingsbuch, höchstens Favoriten. Darauf wiederum im Detail eingehen zu wollen, macht aber keinen Sinn. Punkt.