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In Memoriam

CC BY-SA 2.0 DE Hans Weingartz

CC BY-SA 2.0 DE Hans Weingartz

Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer.

Harry Rowohlt, 27.03.1945 – 15.06.2015

Heinz Erhardt Reloaded

Täglich fließt die Timeline fort.
Von hier nach dort, zu keinem Ort.
Sie steht nie still, auch sonntags nicht
und wenn’s mal in der Birne sticht,
kann man was posten, gar verfassen.
Man kann’s aber auch bleiben lassen.

Täglich fließt der Bach durchs Tal.
Mal fließt er breit, mal fließt er schmal.
Er steht nie still, auch sonntags nicht,
und wenn mal heiß die Sonne sticht,
kann man in seine kühlen Fluten fassen.
Man kann’s aber auch bleiben lassen.
(Heinz Erhardt, “Der Bach”)

Auch nicht schlecht:

Nachdem keine amerikanische Zeitschrift will, dass ich für sie auf den Deutschen rumhacke, weiß ich nicht, was ich tun soll. Außer eben in Deutschland auf den Deutschen rumzuhacken.

Eric T. Hansen

“Sind Sie noch da?”

Es ist ja nun wirklich die große Frage, ob der Sinn des Lebens, das Glück dieser Erde eher in der langen und zähen Lektüre dicker Bücher, dem meditativen Moment des kontinuierlichen und bildenden Lesens oder im wilden Herumklicken, im wirren Aneinanderreihen einzelner Gedankenschnipsel aus Onlinetexten besteht, denn wie neuerdings wiederum eine Nachricht die Runde machte, wird in Deutschland, dem Lande von Stirnarbeitern wie Thomas Mann und Immanuel Kant, die ungeübten Lesern freilich zunächst sperrig und reichlich kompliziert in Satzbau und Ausdruck scheinen mögen und nach wortreichen Einschüben stets zum Wiederfinden des verlassenen Gedankenfadens auffordern, immer mehr Menschen die Diagnose der sattsam bekannten psychischen Störung “ADHS” gestellt, einer Krankheit, die es den Betroffenen kaum ermöglicht, länger als wenige Augenblicke gedanklich im gleichen Pfad sich zu bewegen, die vielmehr ein mentales Umherspringen, ein assoziatives Sperrfeuer nicht enden wollender Aufmerksamkeitsveränderung bedeutet, der Beständigkeit, ja Beharrlichkeit ganz und gar fremd ist, und die dennoch nicht gänzlich unkritisch von den hiesigen Medien beäugt wird, heißt es doch, das Problem sei teils hausgemacht, viele Diagnosen entsprächen nur einem in gewissen Altern durchaus natürlichen Bewegungs- und Kreativitätsdrang, hier sollten gleich einer Baumschule unerwünschte Auswüchse zurechtgestutzt werden, um den Anforderungen einer Gesellschaft Rechnung zu tragen, die – hallo? Sind Sie noch da? Wofür schreibe ich das eigentlich, Sie nichtsnutzige Internetblutsauger! Da will man einmal anspruchsvollen Internetjournalismus bieten und schon treibt sich die Userschar wieder in den üblichen Netzwerken herum. Ja, ja, machen Sie nur, Sie werden ja sehen, was Sie davon haben! Sie Nulpe! Ach, Sie sind noch hier? Na dann: grüß Göttchen.

Titanic Newsticker (31.01.2013), frisch geschnipselt und geklebt.

Graphisch-hypnotische Sinnentleerung

figurenbrut.blogger.de

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Unentschieden

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Ah! O Silêncio!

fonte: figurenbrut.blogger.de

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Corporate Pavlov


Found in a shoebox. Which reminds me of a dead Russian guy.

Efeito Mestre Yoda

Uma das características exóticas da língua alemã é a posição do verbo em frases subordinadas; o verbo conjugado se encontra obrigatoriamente ao final da sentença. Isso que cria o tal “efeito mestre Yoda” quando a traduzimos literalmente.

Por exemplo:

Ich finde, dass er recht hat.
Eu acho que ele razão tem.

Estranho, não é? Sem dúvida, para aprender o alemão como língua estrangeira, é preciso passar por uma fase de adaptação. O fato de o verbo aparecer somente no final da frase cria um momento de tensão, de desconhecimento. Outro exemplo:

Ich glaube nicht, dass er morgen anruft.
Eu não acredito que ele amanhã ligue.

Antes de o narrador finalizar a frase não sabemos o que o sujeito faz, fez ou fará, o que nos leva a concluir que o narrador também poderia ter colocado outro verbo no final, alterando completamente a ação do sujeito. Compare as frases seguintes:

Ich glaube nicht, dass er morgen kommt.
Eu não acredito que ele amanhã venha.

Ich glaube nicht, dass er morgen arbeitet.
Eu não acredito que ele amanhã trabalhe.

Pode-se dizer que escutar e ler frases subordinadas seja semelhante a um “download”. Você só entende o sentido inteiramente após ter “baixado o arquivo completo”. Precisa-se ficar “atento”, pois até o final há um momento de “suspense”.

Espero que eu me claramente expressado tenha.

It´s alive!

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