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“We Will Never Bomb You!”

Könnte ich jetzt kommentieren.
Tu ich aber nicht.
Nicht wirklich.

Zu sentimental?
Mag sein.
Macht aber nix.

Was Israel mit Heine zu tun haben könnte …

Wie immer man die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland in den ersten Jahrzehnten unseres [des 20.] Jahrhunderts beurteilen mag, unbefangen und natürlich waren sie niemals und konnten es wohl auch nicht sein. Dass diese tief verwurzelte Befangenheit nach allem, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, auf ungeheuerliche Weise steigen musste, bedarf wohl keiner Begründung.

Wo aber eine im Grunde unfassbare Hypothek die Beziehungen zwischen den Menschen belastet, wo man sich also Unbefangenheit überhaupt nicht mehr vorstellen kann, da hat der Ruf nach Brüderlichkeit einen fatalen Beigeschmack und wird schlechterdings unglaubhaft. Ich frage mich oft, woher jene, die alljährlich die Brüderlichkeit fordern, den Mut dazu nehmen. Nicht der Heuchelei verdächtige ich sie, wohl aber der Weltfremdheit. Wer die Brüderlichkeit predigt, beruhigt vielleicht sein Gewissen, erreicht jedoch gar nichts. Denn mit der Brüderlichkeit ist es wie mit der Liebe: Sie lassen sich weder erbitten noch gar verfügen.

Muss es denn überhaupt gleich Liebe und Brüderlichkeit sein? Fairness und gegenseitiges Verständnis – das mögen bescheidene Ziele sein, aber sie sind auch realer und eher unserer Zeit angemessen. Wichtiger als die feierliche Beteuerung ist die sachliche Aufklärung. Man höre auf zu lamentieren und versuche zu informieren. Statt die Kollektivscham zu fordern und statt die Brüderlichkeit zu predigen, was niemand mehr ernst nimmt, versuche man – und das ist gewiss schwieriger – die Intoleranz und die Rücksichtslosigkeit zu bekämpfen.

Marcel Reich-Ranicki, “Über Ruhestörer – Juden in der deutschen Literatur”, DVA, 1989

Let’s Tell Of One Example:

Very often I claim my life to be quite interesting, full of happenings which do not allow me falling into depression, stagnation or simple boredom.

Now I look around and see that the current situation in Israel doesn’t allow one to fall asleep either. For sure, Israeli turbulences do not affect (nor afflict?) an extremely high percentage of the world population. Yet if looking closely on the topics and matters the trouble is about, one will not deny its significance.

Ideological, ethical, spiritual, social and national battles take place there every day anew. Israel is a country which never rests – even the Holy Day of Rest, the Shabbat, cannot be seen as a period of cease-fire, on the contrary, it’s the day where the ones throw stones, others add fuel to the fire (ironically, lightening fire is forbidden by the Torah!) by their statements, decrees, acts.

Israel’s Unsung